Besançon

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„Besançon hat eine bastionierte Enceinte, größtensteils alte, dicke, krenlierte Ringmauern, eine die Halbinsel abschließende Zitadelle mit vier Bastionen auf fast unersteiglichem Felsen, und den kleinen Brückenkopf Berpito im Norden.
Die älteren detachierten Forts sind:
Fort Trois Chatelets, Fort Foussey, beide ohne Grabenverteidigung und mit turmartigem Reduit, Fort Ouest de Buis und Est de Buis, Petit Chaudanne, als Brückenkopf zur Deckung der bahnkreuzung, Fort Griffon mit vier bastionierten Fronten, Fort Beauregard gegen das Tal les Chaprais, Fort Brégille (1880 aufgelassen); später wurden erbaut: Fort Rosemont und Paleute.
Die neu erbauten Werke (37 km Umfang) sind: Fort Montfaucon, Redoute de Montfaucon, Batterie de Carrière, sämtlich auf demselben Höhenrücken wie die Forts Buis; Fort Fontain mit zwei Annexbatterien, Batterie Rolland mit zwei Annexbatterien, Fort Planoise, bestehend aus Reduit, Enveloppe und drei Annexbatterien, Batterie de la Ferme de l’Hopital, Fort des Justices, Batterie Calvaire, Fort des Monts Boucons mit Enveloppe und zwei Annexbatterien, Redoute de Chatillon, Fort de Chaillz mit zwei Annexbatterien, Fort Bénoit mit Annexbatterien (bei Chalezeule) und Lünette Charmont (?).“

Quelle: L. Obermair „Die Befestigungen Frankreichs“ 1886

„Noch umfangreicher sind die Befestigungen von Besançon, welches etwa 85 km von Langres und 58 km von den Forts des Mont-Lomont entfernt ist; die Stadt liegt innerhalb eines Bogens, den hier der Doubs in Form eines Hufeisens beschreibt.
Besançon lehnt sich gegen einen hohen Granitfelsen, auf dessen Höhe nach Osten hin die Forts erbaut sind. Die Stadt ist mit einer Umwallung versehen, an deren Fuß der Doubs fließt und dadurch einen natürlichen nassen Graben bildet; die Vorstadt Battant auf dem rechten Flußufer hat eine ebensolche Umwallung.
Der erwähnte Granitfelsen dehnt sich nord- und südwärts der Stadt aus und liegt auf ihm auch die Zitadelle, welche die Stadt und ihre Umgebung beherrscht.
Im Nordwesten von Besançon auf dem linken Doubsufer sind auf den Höhen von Montfaucon die beiden großen Forts, Fort Neuf und Vieux-Fort erbaut, welche den Doubs, die Eisenbahn nach Beaune und Montbéliard, den östlich gelegenen Wald und das Tal der
Saône bestreichen.
Nicht weit von der Zitadelle befindet sich das Fort Ouest-des-Buis auf der gleichnamigen Höhe zur Beherrschung derselben und der Eisenbahn, welche sich nach der Juragrenze gegen das Fort Larmont wendet. Das Fort Ouest-des-Buis liegt nahe am Doubs und der großen Straße nach Lons-le-Saulnier; im Süden desselben liegt das Fort Fontain auf dem gleichnamigen Bergrücken und beherrscht mit der großen Batterie Rolland den ganzen Süden von Besançon und den Doubs stromabwärts der Stadt.
Das nächstgelegene Fort im Süden von Besançon auf dem rechten Doubsufer ist das Fort Rosemont auf der gleichnamigen Höhe; zwischen diesem und der Stadt das Fort Chaudanne und im Westen vorwärts der Vorstadt Battant das Fort Charmont, welches die Eisenbahn nach Chalons-sur-
Saône sichert. Auf demselben Ufer, jedoch im Osten auf einem hohen Rücken liegt das Fort Brégille mit der Batterie Beauregard.
Im Westen von Besançon befindet sich das Fort Justice vorwärts des Dorfes Saint-Claude; alsdann in gleicher Höhe, noch mehr westlich das große Fort Monts-Boucons auf dem gleichnamigen Höhen und daran das Werk zweiter Ordnung Pouilley, auf dem nach diesem Dorfe sich erstreckenden Rücken. Im Norden endlich wird der Fortgürtel durch das 11 km von der Stadt entfernte Fort Chatillon und nördlich des Waldes von Chailluz durch das Fort dieses Namens geschlossen; beide Forts bestreichen den Wald und die Geschütze reichen bis über den Oignon im Norden von Besançon. Als in neuester Zeit hinzugekommen sind noch die Batterien Rattes und Epesses als Werke zweiter Ordnung zu erwähnen.

Quelle: General Cosseron de Billenoisy „Die Befestigungen Frankreichs“ 1890

 

"Besançon, Hauptstadt des Departements Doubs, liegt auf einer vom Doubs gebildeten Halbinsel und bildet den Knotenpunkt der Eisenbahnlinien Belfort – Dijon, Belfort – Morteau, Vesoul – Lyon und der Mittelmeerbahn. Besançon beherrscht mit Dijon und Langres die Franche Comtè und hiermit den Raum, in welchem sich eine französische Armee, an der Ostgrenze zurückgeworfen, sich wahrscheinlich zurückziehen wird. Der Felskegel, welcher die Kehle der Doubs-Halbinsel bildet, trägt eine Zitadelle, am rechten Ufer dient die befestigte Vorstadt Battant als Brückenkopf. Dominierende Höhen waren hier schon vor 1870 mit den Forts Chaudanne und Brègille gekrönt. Auf dem linken Ufer bot ein langer Bergrücken eine starke Front von 12 Kilometer. Ihre zentralen Werke, Fort Est und Ouest de Buis, liegen kaum 2 km von der Zitadelle. Den linken Flügel bildet die Gruppe Montfaucon mit der detachierten Batterie des Epesses. Den rechten Flügel die Forts Fontain, Rolland und Clement auf dem nach vorwärts gestaffelten Rücken. Am rechten Ufer wurde die Brückenkopfstellung durch zwei weitere Werke im Südwesten (Petit-Chaudanne und Pocemont) und Fort Beauregard im Norden vervollständigt und eine zweite Fortlinie auf vier Kilometer vorgeschoben: Planoise, Ferme de l’Hopital, Monts-Boucons, Justices und Benoit.

Um aber endlich den Zugang zur Haute-Saône sich offen zu halten, ward noch eine weitere Stellung sieben Kilometer vom Doubs auf dem das linke Ognon-Ufer begleitenden Höhenzug genommen: Pouilley, Calvaire, Châtillon, Chailluz bezeichnen die 12 Kilometer lange Front, welche Besançon einen Umfang von 42 Kilometer gibt. Besançon, 1668 und 1874 von den Franzosen erobert, ihnen 1678 im Frieden von Nijmegen abgetreten, wurde 1814 von den Verbündeten vergeblich belagert. 1870, wo es als wichtiger Stützpunkt diente, nicht angegriffen."

Quelle: Herrmann Frobenius "Militär-Lexikon" 1901

Fort Ouest de Buis

Fort de Chatillon-le-Duc

Fort des Montboucons

Fort Benoit

Fort Justices

Letzter Stand: 03.11.2016