Köln

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Die Stadt Köln war seit ihrer Gründung durch die Römer bis zum 20. Jahrhundert immer eine stark befestigte Stadt gewesen. Reste der römischen Stadtmauer und die ab 1180 gebaute mittelalterliche Stadtmauer sind noch heute erhalten. Die mittelalterliche Stadtmauer mit ihren zwölf großen Torburgen umgaben die Stadt Köln hufeisenförmig. Diese Struktur ist heute noch im Stadtplan zu erkennen.

Nach den Napoleonischen Kriegen fiel durch Beschluss des Wiener Kongress das Rheinland 1815 mit der Stadt Köln an Preußen. Dies sollte weitreichende Konsequenzen haben, denn im Zeitraum 1816 - 1863 wurde 500m vor der mittelalterlichen Stadtmauer der innere Fortgürtel  bestehend aus 14 Forts und 9 Lünetten errichtet. Dieser innere Fortgürtel beschränkte jedoch schon sehr bald die Ausdehnung der Stadt, die durch die einsetzende Industrialisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen großen Bevölkerungsschub erfuhr. Durch die erhebliche Leistungssteigerung der Artillerie wurde es notwendig, einen weiteren Festungsring um Köln herum anzulegen. Dadurch konnte der innere Fortgürtel mit der Stadtmauer aufgegeben werden.

Fort I

Fort II

Fort III

Fort IV

Fort VI

Fort VII

Fort VIII

Fort IX

Fort XI

Fort XII

Der äußere Festungsring entstand 1872 - 1880 in einem Radius von 5,6 bis 7,7 Kilometer um den Dom. Zudem wurde auf beiden Seiten des Rheins errichtet. Gekennzeichnet war der äußere Fortgürtel durch einzelne, voneinander getrennt liegende Forts, zwischen denen Zwischenwerke angelegt waren. Dieser äußere Fortgürtel bestand aus zwölf großen Forts und 23 kleineren Zwischenwerken mit einem vorgelagerten freien Schussfeld. Doch die Ruhe wehrte nicht lange, denn wiederum gab es gewaltige technische Neuerungen seitens der Artillerie: die gezogenen Läufe der Hinterlader und das Auftreten der Brisanzgranaten erforderte zwischen 1887 - 1891 eine Verstärkung des äußeren Festungsrings mit Sandpolstern und Beton, sowie einem Ausbau der Zwischenfelder.

1914 begann der erste Weltkrieg, ohne das sich die Festung Köln bewähren musste. Allerdings wurden weitere 73 Armierungswerke in Beton errichtet. Mit dem Ende des ersten Weltkrieges 1918 beginnt die 7 jährige britische Besatzungszeit. Mit dem Inkrafttreten des Versailler-Vertrags am 20.01.1920 wurde Deutschland demilitarisiert. So kam es ab 1920 zur Zerstörung der Festungsanlagen durch die Besatzungstruppen unter Aufsicht einer Interalliierten Kontrollkommission. Laut dem Versailler Vertrag mussten alle Rheinbefestigungen abgerüstet und geschleift werden. Es wurden dabei rund 1000t Sprengstoff verbraucht. Dank des damaligen Oberbürgermeisters und späteren Bundeskanzlers Konrad Adenauer konnten Teile der Forts und Zwischenwerke - insbesondere die Kehlkasernen - erhalten werden. Dennoch wurden zwischen 1950 und 1965 weitere Werke vollständig zerstört.

Fort 1

Fort 2

Fort 3

Fort 5

Fort 7

Fort 8

Fort 11

Fort 12

 

 

Letzter Stand: 04.11.2016