Petit Ouvrage Oberheide

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Das Infanteriewerk Oberheide ist ein kleines, aus einem Block bestehendes Bauwerk mit zwei Gefechtsräumen, die den nordwestlichen und südöstlichen Flankenbereich abdecken. Zusätzlich verfügt es über einen Panzerturm für ein Maschinengewehr. Es wurde zwischen 1931 und 1932 errichtet. Dieses monolithische Bauwerk zeichnet sich dadurch aus, dass es über vier GFM-Glocken verfügt (zwei pro Gefechtsraum), die übereinander angeordnet sind. Die einen sind von der Ebene der Gefechtsräume aus zugänglich, die anderen vom Untergeschoss der Gefechtsräume. Seine Bewaffnung setzte sich wie folgt zusammen:

    - 1 Maschinengewehrturm (2 Reibel-MAC-31-Maschinengewehre)

Dieser Turm trägt die Nummer 10 und wurde von der Firma Batignolles-Chatillon gebaut. Die Montage erfolgte 1932–33, die Erstabnahme am 6. Juli 1933. Überholung durch den Pionierdienst der 6. Region mit Abnahme am 14.11.56.
 

Westkasematte (Nord):
    - 1 GFM-Glocke Typ A mit 3 Schießscharten
    - 1 GFM- Glocke Typ A mit 5 Schießscharten
    - 1 Reibel-Maschinengewehr-Doppelanlage
    - 1 3,7 cm Kanone / Reibel-Doppellafette
    - 2 FM-Schießscharten zur Flankensicherung
    - 2 FM-Schießscharten zur Grabenverteidigung
    - 1 Handgranatenrohr
 

Ostkasematte (Süd):
    - 1 GFM- Glocke Typ A mit 3 Schießscharten
    - 1 GFM- Glocke Typ A mit 5 Schießscharten
    - 1 Reibel-Maschinengewehr-Doppelanlage
    - 1 3.7 cm Kanone / Reibel-Doppelanlage
    - 2 FM-Flankierungsscharten
    - 2 FM-Grabenverteidigungsscharten
 

Eine der Glocken des Infanteriewerks ist mit einem Periskop vom Typ J2 ausgestattet und dient als Artilleriebeobachtungsstelle für die Kommandozentrale des Artilleriewerks Metrich. Ihre Kennung lautete O 18.
Die Besatzung betrug 2 Offiziere und 77 Unteroffiziere und Mannschaften. Die Stromversorgung des Infanteriewerks erfolgte über das öffentliche Stromnetz. Die Versorgung aus dem öffentlichen Netz erfolgte über eine Freileitung und ein Transformatorhaus außerhalb des Bauwerks. Bei einem Ausfall dieses Netzes kamen Stromaggregate zum Einsatz. Das Kraftwerk war mit zwei Diesel-Stromaggregaten mit Baudouin-Motoren vom Typ DB3 mit 36 PS ausgestattet.
Die Wasserversorgung des Bauwerks erfolgte über einen Brunnen mit einer Tauchpumpe der Marke Flux, die einen 8,5 m³ großen Wassertank speiste. Ein 6 m³ großer, von der Brunnenpumpe gespeister Tank diente zur Kühlung der Motoren; die rechte und die linke Kasematte waren jeweils mit einem 2,5 m³ großen Tank ausgestattet, die vom Haupttank gespeist wurden. Drei weitere Tanks mit einem Fassungsvermögen von 300, 200 und 100 Litern waren in den Räumlichkeiten installiert.
In den 1970er Jahren wurde das Bauwerk von der Militärbehörde an einen Zivilisten verpachtet, der sich bis Anfang der 1980er Jahre um dessen Erhalt kümmerte. Ende der 1980er Jahre wurden aus dem Bauwerk umfangreiche Materialvorräte zugunsten der benachbarten Denkmalschutzvereine (A15 und Bois Karre) entnommen. Das Bauwerk, das die Armee durch Anerdung der Scharten sicherte, wurde 2013 vom Verein LMSFBC übernommen, nachdem es jahrelang dem Verfall und Plünderungen ausgesetzt gewesen war.

 

Infanteriewerk Oberheid

Infanteriewerk Oberheid

Infanteriewerk Oberheid

Infanteriewerk Oberheid

Pak-Bunker für 2,5cm Pak

Pak-Bunker für 2,5cm Pak

Beschriftung am Eingang

Im Pak-Bunker: Lafetten- und Holmaufnahme

Beobachtungsbunker

Beschriftung

Pak-Bunker für 2,5cm Pak

Laufgräben und Bunker

Letzter Stand: 31.03.2026