
Der Komplex von Coume besteht aus
dem Infanteriewerk Coume und seinen Nebenwerken Coume-Nord und Coume-Süd. Es
stellt jedoch nur einen Bruchteil der Befestigungen, was der Sektor „Est-Nied“
in seiner endgültigen Ausgestaltung hätte werden sollen. Aufgrund von
Budgetbeschränkungen entwarf man ein Projekt, das drei kleine Infanteriewerke
umfasste, denen die ursprünglich vorgesehene Artilleriebewaffnung fehlte. Das
ursprünglich als untergeordnete Stütze für die rechte Flanke geplante
Infanteriewerk Coume Annexe Süd entwickelte sich dadurch zum Herzstück der
Gruppe. Bemerkenswert ist, dass das Nord-Nebenwerk von Coume das Einzige der
drei Werke ist, das exakt nach dem ursprünglichen Vorentwurf errichtet wurde.
Auch das Infanteriewerk Coume Annexe Süd folgte weitgehend den Originalplänen,
mit Ausnahme des Eingangs, dessen Bau auf eine zweite Bauphase verschoben wurde.
Der endgültige Bauplan wurde am 28. Mai 1931 genehmigt. Die Bauarbeiten begannen
Ende August 1931. Bis April 1932 war die Hälfte der ober- und unterirdischen
Aushubarbeiten abgeschlossen und die Erdarbeiten waren bis Ende August 1932
beendet. Im Juni 1933 waren die Betonarbeiten an den Blöcken der Annex-Werke
abgeschlossen, und der Einbau der Panzerungen in den drei Werken begann. 1934
war der Einbau der Panzerungselemente bei „Coume Annexe Süd“ beendet.
In einer zweiten Bauphase hätte Coume Annexe Süd einen separaten Eingang für
gemischte Nutzung ausgestattet werden sollen.
Die Infanteriebewaffnung des Werks Coume Annexe Sud stellt sich wie folgt dar:
Block 1: Infanteriekasematte
- 1 Turm für Reibel MAC-31 Zwillingsmaschinengewehre
- 1 GFM-Panzerglocke, ausgestattet mit einem MG FM 24/29 und einem 50 mm Mörser
Block 2: Infanteriekasematte
- 1 Turm für Reibel MAC-31 Zwillingsmaschinengewehre
- 1 GFM-Panzerglocke, ausgestattet mit einem MG FM 24/29 und einem 50 mm Mörser
- 1 Granatwerferglocke – nicht ausgestattet
Block 3: Infanteriekasematte und kombinierter Eingang
- 1 Scharte für Reibel MAC-31 Zwillingsmaschinengewehre oder eine 47 mm Pak
- 1 Scharte für Reibel MAC-31 Zwillingsmaschinengewehre
- 2 unterirdisch in Kasematten montierte 81 mm Mörser
- 1 GFM-Panzerglocke, ausgestattet mit einem MG FM 24/29 und einem 50 mm Mörser
Block 4: Infanteriekasematte und Beobachtungsposten
- 1 Turm für REIBEL MAC-31 Zwillingsmaschinengewehre
- 1 GFM-Panzerglocke, ausgestattet mit einem MG FM 24/29 und einem 50 mm Mörser
- 1 VDP-Artilleriebeobachtungsglocke für direkte Sicht und Periskop
Die Besatzung der Befestigungsanlage Coume Annexe Sud bestand aus 5 Offizieren
und 194 Unteroffiziere und Mannschaften, die sich vorwiegend aus dem 160. RIF
und dem 153. RAP sowie dem 202. Pionierbataillon zusammensetzten.
Die Anlage wurde an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Bei einem
Netzausfall übernahm ein Kraftwerk mit zwei Generatorsätzen – jeder mit einem 50
PS starken Renault-Motor. Das gesamte interne Verteilsystem arbeitete mit
220-V-Drehstrom, die Beleuchtung mit 110 V.
Coume Annexe Sud wurde 1940 von den Deutschen nicht angegriffen, da ihre
Stoßrichtungen auf andere Richtungen zielten. Seit 2025 ist das Gelände des
Infanteriewerks vollständig freigelegt worden und es werden nun
Photovoltaikanlagen errichtet. Danach wird das Werk nicht mehr zugänglich sein.
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Block 1: Vom angeerdeten Block schaut nur die Oberkante heraus |
Block 1: GFM-Glocke |
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Block 1: Ventilatoren und Gasfilter |
Block 1: Das Treppenhaus |
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Block 2: Die Granatwerferglocke |
Block 2: GFM-Glocke |
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Block 2: JM-Glocke für Zwillings-MG |
Block 2: Panzersperren aus Bahnschienen |
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Block 2: Panzertür |
Block 2: Unterkunft für Bereitschaftspersonal |
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Block 2: Treppenhaus |
Block 2: Inneneinrichtung |
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Block 3: Der angeerdete Kampfblock |
Block 3: Der angeerdete Kampfblock |
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Block 3: Blick in die GFM-Glocke |
Block 3: Gasfilter im Obergeschoß |
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Block 3: Die Scharten für MG und Pak |
Block 3: Gestelle für Bereitschaftsmunition |
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Block 3: Unterkunft für Bereitschaftspersonal |
Block 3: Gasfilter |
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Block 3: Lafette für 81 mm Grantwerfer |
Block 3: Reste vom Gassammler des Granatwerfers |
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Kaserne: Zweiflügelige Panzertür |
Kaserne: Maschinenraum |
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Kaserne: Maschinenraum |
Kaserne: Wappen des 2. Pionierregiments |
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Kaserne: Im Hohlgang |
Kaserne: Klapptische im Hohlgang für die Verpflegung der Mannschaften |
Letzter Stand:
03.07.2026