Petit Ouvrage du Bois Karre

Startseite Festungen Bunker Lexikon Was ist neu? Links Über michDie Infanteriebefestigung Bois Karre ist ein als Monoblock bezeichnetes Bauwerk nach CORF-
 

Der am 10. Juli 1929 genehmigte vorläufige Plan für den Abschnitt Rochonvillers-Mosel der befestigten Region Metz sah eine kleine Verbindungsbefestigung bei Bois Karre vor, die den linken Flügel des großen Frontvorsprungs Cattenom bilden sollte. In den ursprünglichen Entwürfen wurde das zukünftige Werk in den Schutzstatus 4 aufgenommen und hatte eine bessere Bewaffnung. Kürzungen bei den Kosten führten zur Schutzstufe 3 und eine kleinere Bewaffnung. Dieser Entwurf wurde genehmigt und im Oktober 1930 begannen die Bauarbeiten. Noch während die Bauarbeiten anliefen wurde von der Kommission nochmals am Entwurf eingespart. Genehmigt wurde nun der entstandene Entwurf, so daß durch die Unterbrechung erst 1931 tatsächlicher Baubeginn war. Diese Verzögerungen wirkten sich unmittelbar auf die Zeitplanung aus. Ende 1932 war zwar die Baugrube ausgehoben, aber wegen Betonmangel war der Block noch nicht gegossen. Anfang 1933 wurde der Beton gegossen und der Bau 1934 für bewohnbar erklärt.
Eines der Probleme der halbvergrabenen oder unterirdischen Befestigungsanlagen der Maginot-Linie war die hohe Luftfeuchtigkeit, die durch Kondensation an allen Wänden mit direktem Erdkontakt entstand. Diese Feuchtigkeit rührte hauptsächlich von zwei Faktoren her: dem Taupunkt der in die Befestigungsanlagen einströmenden Frischluft und den Belastungen durch den täglichen Gebrauch innerhalb der Anlagen. Da die Pioniere die Bedeutung dieses zweiten Faktors erkannten, versuchten sie, dessen Auswirkungen zu begrenzen. Dies geschah entweder durch Zwangslüftung, um der durch die Anwesenheit von Menschen verursachten Feuchtigkeitsanstieg entgegenzuwirken, oder durch die Luftreinigung in den Küchen, um die Kondensation von Kochdämpfen zu reduzieren. So wurde beispielsweise im Infanteriewerk Bois-Karre ein Luftreinigungssystem installiert, das auf dem Prinzip eines Verdampfers mit Kältemittelkreislauf basierte. Auch im Werk Bois-Karre kam ein Luftentfeuchter zum Einsatz. Die Ergebnisse dieser Tests entsprachen allerdings nicht den Erwartungen. Daher wurden diese Systeme nicht auf die gesamten Befestigungsanlagen der Maginot-Linie ausgeweitet. Der Luftreiniger ist in der Befestigungsanlage Bois Karre weiterhin in Betrieb, wo seine Anwesenheit viele Fragen aufgeworfen hat.
 

Bewaffnung:
    – 1 Maschinengewehrturm (2 Reibel MAC 31 Maschinengewehre). Dieser Turm trägt die Nummer 54 und wurde von der Société Batignolles-Chatillon gebaut. Zusammengebaut 1933. Generalüberholung 1958.
    - 1 GFM-Kuppel Typ A mit 2 Scharten
Ostkasematte:
    - 1 GFM-Kuppel Typ A mit 3 Scharten
    - 1 Reibel-Zwillingsmaschinengewehr austauschbar mit einer 47 mm PaK
    - 2 Reibel-Zwillings
    - 4 flankierende Maschinengewehr-Scharten
    - 3 Granatwerfer
Westkasematte:
    - 1 GFM-Kuppel Typ A mit 3 Schießscharten
    - 1 Reibel-Zwillingsmaschinengewehr
    - 1 Reibel-Zwillingsmaschinengewehr austauschbar mit einer 47 mm PaK
    - 2 flankierende MG-Scharten
    - 1 MG-Scharte zur Eingangsverteidigung
    - 2 Granatwerfer

Die zur Artilleriebeobachtung ausgerüstete GFM-Beobachtungskuppel trug das Rufzeichen O 14 für Artillerie. Sie war zur Unterstützung des regionalen Artilleriedienstes (SRA) in der Festung Soetrich im Einsatz und mit einem J2-Periskop ausgestattet.

Die Besatzung der Befestigungsanlage Bois Karre bestand aus 91 Mann, darunter zwei Offiziere. Sie stammten hauptsächlich aus dem 168. RIF und dem 203. BGF.
Die Anlage wird über einen externen Transformator vom öffentlichen Stromnetz versorgt. Bei einem Stromausfall wird die Stromerzeugung der Anlage durch zwei Renault-Generatoren des Typs 6C-115 mit je 46 PS sichergestellt. Diese Generatoren sind mit Breguet-Wechselrichtern mit einer Nennleistung von 35,7 kVA bei 750 U/min ausgestattet.
Die Infanteriefestung Bois Karre ist über zwei 6-paarige Kabel an das Telefonnetz der Maginot-Linie angeschlossen. Die Festung war mit einer Telefonzentrale ausgestattet, bestehend aus einer 32-Kanal-Zentrale TM32 und einer 14-Leitungs-Vermittlungsstelle TM32. Die Festung verfügte außerdem über ein Funkgerät vom Typ ER 250W F, bestehend aus einem 250-Watt-Sender und einem Empfänger.

 

Gesamtansicht

Eingangsfront

Die in westliche Richtung wirkende Scharten

Die in westliche Richtung wirkende Scharten

Gepanzerter Scheinwerfer für die westlichen Scharten

Der Scheinwerfer von hinten

Der Bunkereingang

Die Scharten des Bunkereingangs

Die südöstlich wirkende Scharte Richtung Cattenom

Der zweite gepanzerte Scheinwerfer

Die in östliche Richtung wirkenden Scharten

Die östlichen Scharten

Die GFM-Glocken

Blick von oben auf den Diamantgraben

GFM-Glocke

Der MG-Panzerturm

GFM-Glocke

Der MG-Panzerturm

Letzter Stand: 06.04.2026