Gros Ouvrage Latiremont

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Das Artilleriewerk Latiremont besteht aus 6 Blöcken und zwei Eingängen und zählt zu den großen Werken. In der ursprünglichen Planung sollte das Werk noch zwei weitere Kampfblöcke (ein 75 mm Turm und ein weiterer 135 mm Turm) enthalten, die aber dem Sparzwang zum Opfer fielen. Um nicht noch weitere Kampfblöcke zu verlieren, beschloß die CORF die Einsparungen am Nachbarwerk Mauvois Bois vorzunehmen. Realisiert wurden schließlich:
Block 1 – Gepanzerte Kasematte:
    - 2 Geschützkuppeln für Reibel-MAC31-Maschinengewehr-Zwillingslafetten
    - 1 GFM-Kuppel Typ A (FM 24/29 und 50 mm Mörser Modell 1934)
Block 2 – Maschinengewehrturm
    - 1 Maschinengewehrturm Nr. 42 für zwei Reibel MAC31-Maschinengewehre
    - 1 GFM-Kuppel Typ A (FM 24/29 und 50 mm Mörser Mle 1934)
    - 1 Glocke für die Reibel-MAC31-Zwillingsmaschinengewehr
    - 1 Glocke VDP (Kennzeichen O 5, dem Artilleriewerk Fermont zugeordnet )
Block 3 – Maschinengewehrturm
    - 1 Maschinengewehrturm Nr. 38 für die Kupplung von Reibel-MAC31-Maschinengewehren
    - 1 GFM-Kuppel Typ A (FM 24/29 und 50 mm Mörser Modell 1934)
Block 4 – Infanteriekasematte und Mörserturm:
    - 1 81 mm Mörserturm Nummer 319
    - 1 Schießscharte für Reibel-MAC31-Maschinengewehr-Zwillingslafetten, austauschbar mit einer 4,7 cm Panzerabwehrkanone
    - 1 Scharte für Reibel-MAC31-Zwillingsmaschinengewehr
    - 1 GFM-Kuppel Typ A (FM 24/29 und 50 mm Mörser Mle 1934)
Block 5 – Nach Osten flankierende Artilleriekasematte,
    - 3 Scharten für 75 mm Kanonen Modell 32
    - 2 GFM-Kuppeln Typ A (FM 24/29 und 50 mm Mörser Modell 1934)
    - 1 Granatwerferkuppel (unbestückt)
Block 6 – Artilleriekasematte mit drei 75 mm Kanonen Modell 32, nach Westen gerichtet
    - 2 GFM-Kuppeln Typ A (FM 24/29 und 50 mm Mörser Modell 1934)
Mannschaftseingang:
    - 1 Schießscharte für Reibel-MAC31-Zwillingsmaschinengewehr, austauschbar mit einer 47-mm-Panzerabwehrkanone
    - 1 GFM-Geschützkuppel Typ A (FM 24/29 und 50-mm-Mörser Mle 1934)
    - 1 Granatwerferkuppel (unbestückt)
Munitionszugang:
    - 1 Schießscharte für eine Reibel-MAC31-Maschinengewehr-Doppelanlage, austauschbar mit einer 47-mm-Panzerabwehrkanone
    - 2 GFM-Geschützkuppeln Typ A (FM 24/29 und 50 mm Mörser Modell 1934)
 

Die Munitionsversorgung sollte ursprünglich über Schienen bis zum Fahrstuhlschacht erfolgen. Da die Schienenverbindung nie realisiert wurde, erfolgt die Versorgung des Bauwerks per LKW, wodurch es dem Typ BcM1 zugeordnet wird. Der Betrieb verfügte 1939 über drei Vétra-Rangierlokomotiven für die Spurweite 60, über die im Werk der Transport abgewickelt wurde. Im Dezember 1947 waren diese Lokomotiven noch immer im Einsatz, wobei eine davon außer Betrieb war.
Die Besatzung hatte eine Stärke von 23 Offiziere, 77 Unteroffiziere und 467 Mannschaften.
Die Anlage von Latiremont wurde vom zivilen Stromnetz aus über das in Beton gegossene Umspannwerk von Xivry Circourt mittels einer zunächst oberirdischen, dann unterirdischen Hochspannungsleitung versorgt. Ein Notstromaggregat übernahm die Versorgung, falls das externe Stromnetz ausfiel. Diese Notstromversorgung umfasste 4 Stromaggregate mit 6-Zylinder-SGCM-Motoren vom Typ GVU 33, die 225 PS bei 500 U/min leisteten.
 

Geschichtliches:
- 21. Oktober 1939: In Latiremont findet die erste Artillerieübung im scharfen Schuß statt.
- 13. Mai 1940: Im Morgengrauen leistet das Werk der Infanterie Artillerieunterstützung. Um 6:12 Uhr entdecken die Wachen die ersten deutschen Infanteristen, die die Nationalstraße in Richtung des benachbarten Waldes überqueren.
- 15. Mai 1940 gegen 23 Uhr: Oberstleutnant Baupuis fordert vom 149. Festungsinfanterieregiment Beschuss der Werksoberfläche an, da er glaubt, von deutschen Fallschirmjägern angegriffen zu werden.
- 5. Juni 1940: Durch deutschen Beschuß auf die Werksoberfläche in der Nacht vom 5. Juni werden durch eine Granate fünf Mitglieder einer Mannschaft verletzt, die auf der Oberfläche am Block 4 arbeiteten. Nach diesem Vorfall stellt der Werkskommandant die nächtlichen Außenarbeiten ein.
Im September 1964 wurden die Anlagen von Bréhain und Latiremont der Bundeswehr zur Lagerung von Material in den Munitionsdepots zur Verfügung gestellt. Heute steht es leer. Andere Festungsvereinen entnahmen aus dem Werk noch brauchbares Material.

 

Block 1: Gesamtansicht

Block 1: Schartenfront

Block 1: Scharte für MG FM 24/29

Block 1: Schutzgitter für Entlüftung

Block 1: Die Panzerglocken

Block 1: Die Panzerglocken

Block 1: Panzerglocke Typ JM für Zwillings-MG

Block 1: Panzerglocke Typ JM für Zwillings-MG

Block 2: Gesamtansicht

Block 2: Panzerbeobachtungsglocke VDP, MG-Panzerturm und Ablufthutze

Block 2: Ablufthutze

Block 2: Der MG-Panzerturm

Block 2: GFM-Glocke

Block 2:

Block 2: Panzerglocke Typ JM für Zwillings-MG

Block 2: Blick in das Innere der Glocke JM

Block 2: VDP Beobachtungsglocke

Block 2: VDP Beobachtungsglocke Verschluß für das Periskop

Block 3: GFM-Glocke

Block 3: GFM-Glocke mit Verschlußblech der Scharte

Block 3: MG-Panzerturm

Block 3: MG-Panzerturm mit zwei Ablufthutzen

Block 4: Panzerturm für zwei 81 mm Granatwerfer

Block 4: Panzerturm für zwei 81 mm Granatwerfer

Block 4: GFM-Glocke

Block 4: GFM-Glocke

Block 5: GFM-Glocke

Block 5: GFM-Glocke

Block 5: Geschützkasematte für drei 7,5 cm Kanonen

Block 5: Verschluß einer Geschützscharte

Block 6: Geschützkasematte für drei 7,5 cm Kanonen

Block 6: Verschluß einer Geschützscharte

Block 6: Diamantgraben

Block 6: GFM-Glocke

Mannschaftseingang: Gesamtansicht

Mannschaftseingang: Schartenfront

Mannschaftseingang: Panzertür

Mannschaftseingang: Schartenfront

Mannschaftseingang: GFM-Glocke

Mannschaftseingang: Panzerglocke für Granatwerfer

Munitionseingang: Front

Munitionseingang: GFM-Glocke

Munitionseingang: Nahverteidigungsscharten

Munitionseingang: Die beiden GFM-Glocken

Letzter Stand: 09.04.2026