
Die Kasematte von Sapogne ist eine einfache
Infanteriekasematte vom Typ CORF „Nouveaux Fronts”, die nach links flankiert.
Ursprünglich sollte hier ein Infanteriewerk mit vier Blöcken entstehen. Ein
Treppenhaus ist der einzige Überrest dieses geplanten, aber nicht realisierten
Ausbaus. Außerdem ist die Kasematte über zwei 6-paarige Kabel mit dem
unterirdischen Telefonnetz des Festungssektors verbunden. Diese Verdopplung der
Anzahl der Leitungen entspricht dem Bedarf des Infanteriewerks, wenn es
vollständig gebaut worden wäre. Das geplante Infanteriewerk sollte in der
zweiten Bauphase umfassen:
- Block 2: Beobachtungs- und AM-Glocke
- Block 3: Infanteriekasematte, die rechts Richtung Werk Chesnois flankiert und
mit einer AM-Glocke zur Deckung von Block 2.
- Block 4: Doppelte Infanteriekasematte, die als Eingang zum Bauwerk dient.
Die Bewaffnung der Kasematte von Sapogne setzte sich
wie folgt zusammen:
- 1 Schießscharte für wahlweise zwei Reibel-Maschinengewehre oder eine
47-mm-Panzerabwehrkanone
- 1 Schießscharte für zwei Reibel-Maschinengewehre
- 2 Glocken AM für Mischwaffen (zwei koaxiale Maschinengewehre mit einer
25-mm-Kanone)
- 1 Glocke GFM Typ B
Die Besatzung der Kasematte von Sapogne bestand aus 33 Männern des 155.
Festungsinfanterieregiments. Am 12. Juni 1940 räumte die Besatzung der Kasematte
die Stellung und zog sich nach Louppy zurück. Zusammen mit den Besatzungen der
Kasematten von Margut, Moiry und Ste Marie, erreicht man am 13. Juni Bezonvaux.
Die Besatzungen gerieten am 22. Juni nach einem Gefecht in den Wäldern des
Dorfes Uruffe in deutsche Gefangenschaft.
1942 führte die deutsche Armee Versuche mit Röchling-Granaten (sogenannten
Pfeilgranaten) durch, die aus einer Entfernung von mehr als 4000 Metern aus
einer 21-cm-Kanone abgefeuert wurden und die 2,75 m dicke Außenwand mühelos
durchschlugen.
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Die Kasematte |
Vergitterter Zugang mit Nahverteidigung |
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Die Schartenfront |
Der betonierte Suchscheinwerfer |
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Die GFM-Glocke Typ B |
Die GFM-Glocke Typ B |
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Glocke AM für Kombinationswaffe |
Glocke AM für Kombinationswaffe |
Letzter Stand: 14.01.2026