Minden: Fort C

Startseite Festungen Bunker Lexikon Was ist neu? Links Über mich

Nach den Napoleonischen Kriegen wurden überall wieder Fortifikationsbauten zur Sicherung benötigt. Hierbei entwickelte sich im deutschen Bereich die sogenannte neudeutsche Manier. Hier wurden alle Werke der Feindsicht durch entsprechende Wälle entzogen. Ziel war es, überlegenes Feuer dem Feind frontal und flankierend entgegenzustellen. Vor dem polygonalen Wall lag die Hauptgrabenkaponniere mit ihrem hufeisenförmigen Grundriss. Sie übernahm, meist doppelstöckig gebaut, die Grabenbestreichung und war ihrerseits durch kleine Streichen geschützt. Der Hauptgrabenkaponniere vorgeschoben lag eine Bastion die, mit Mörserbatterien bestückt, das Vorder- und Seitengelände unter Feuer halten sollte.

Mit der Fertigstellung der Köln-Mindener Eisenbahnlinie und der Errichtung des Mindener Bahnhofs im Jahre 1847 entstand für das preußische Militär das Problem, dass sich nun der wichtige Bahnhof außerhalb der Stadtbefestigungsanlagen befand. Der Bahnhof selbst, vor den Toren der Stadt gelegen, musste unbedingt befestigt werden. So entstand die Bahnhofsfestung, die zum Schutz gegen das benachbarte nicht preußische Königreich Hannover gebaut wurde. Mittelpunkt dieser Festung war der Bahnhof, in dem die Köln-Mindener Eisenbahnstrecke endete und die Bahnstrecke Minden-Hannover begann. Da jede Bahnstrecke von einer anderen Bahngesellschaft war, mussten die Reisenden im Bahnhof Zoll bezahlen. Zur Weser hin war die Festung durch die Flankenbatterie geschützt und nach Norden durch das Fort A. Im Osten war es vom Fort B gesichert, die beiden Forts schützen das zwischen ihnen liegende Magdeburger Eisenbahntor. Unterhalb des Fort B lag das Berliner Tor. Nach Süden hin lag das Kölner Tor, das durch das im Süden liegende Fort C geschützt wurde. Die Forts A und B waren direkt in die Festungsmauern eingebaut.

Reduit mit dem Eingangstor und Kehlstreichen

Tor und Zugbrücke

Kehlstreichen im Reduit

Zugbrücke

Ausgleichsgewichte der Zugbrücke

Hauptgrabenkaponniere (Reduit)

Kasematte mit Pulverkammer und Wachtlokal

Poterne zur Schultergrabenwehr

Innenhof Blick Richtung Zugang

Innenhof Blick Richtung Schultergrabenwehr

Hohlgang zur Schultergrabenwehr

Scharten der Schultergrabenwehr

Schultergrabenwehr von Außen

Schultergrabenwehr von Außen

Plan des Fort C

Letzte Änderung: 04.11.2016