Festung Königstein

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Aus dem Jahre 1241 stammt die älteste noch vorhandene Urkunde, die den Königstein erwähnt. Die auf ihm gelegene Burg gehörte zunächst den Königen von Böhmen. 1459 kam sie ursprünglich als Lehen zur Mark Meissen. Die Festung ist in wesentlichen Teilen bereits unter dem sächsischen Kurfürsten Christian I. von 1589 bis 1592 entstanden. In jenen Jahren errichteten mehr als 500 Handwerker und Fronarbeiter Mauern, Wehrgänge, Kasematten und militärische Gebäude. Bereits 1569 hatten Freiberger und Marienberger Bergleute den für die Festung lebenswichtigen 152,5 Meter tiefen Brunnen fertig gestellt.

Auch in späteren Jahren herrschte auf dem Königstein wiederholt rege Bautätigkeit. Während der 30er Jahre des 18. Jahrhunderts arbeiteten mehr als 1200 Man an der Erweiterung der Befestigungswerke und den Gebäuden. Bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Festung vervollkommnet. So schleppten noch Kriegsgefangene des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 Erde zum Anlegen neuer Batteriestellungen.

Nicht nur Kriegsgefangene wurden auf dem Königstein verwahrt, sondern auch normale Gefangene eingekerkert, für die der Königstein als Staatsgefängnis diente. Unter anderem wurden auf dem Königstein auch Aufständische verschiedner Revolutionen gefangen gehalten. Berühmtester Gefangener war hierbei August Bebel, der 1874 wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" im Alten Zeughaus der Festung inhaftiert war.

Seit dem 17. Jahrhundert gehörte der Königstein zu den Hauptfestungen Sachsens. Ernsthaft belagert wurde der Königstein nie. Mit dem raschen Fortschreiten der Militärtechnik verlor er gegen Ende des 19. Jahrhunderts seine militärische Bedeutung. In Kriegszeiten, aber auch während der Revolution im Mai 1849 suchte die sächsische Königsfamilie hinter den Mauern Zuflucht. Wiederholt wurden die Dresdner Kunstschätze und Archive in seinen Kasematten in Sicherheit gebracht. Während des zweiten Weltkrieges überdauerten hier die Bestände des "Grünen Gewölbes" und andere Teile der weltberühmten Sammlungen die Zerstörung durch anglo-amerikanische Bomber.

Blick von der Zugangsstrasse

Eingangsbereich

Rothe Brücke (Zugbrücke von 1800)

Hornravelin

Zusätzliche Rollsperre für Tor

Medusentor

Aufgang zum Plateau

Seilwinde für schwere Lasten

Brunnenkasematte (beschußfestes Gewölbe)

Blick in den 152 Meter tiefen Brunnen

Neues Zeughaus

Beschriftung aus dem 2. Weltkrieg

Batteriestellung mit Traversen

Wehrzinnen

Hungerturm mir Blick auf die Elbe

Blick von den Wehrzinnen auf die Friedrichsburg

Pulvermagazin Nr. 2

Untertreteraum der Batterie 4

Altes Zeughaus

Bäckereikasematte

Kaserne IV

Blick auf Georgenburg

Pfeilschanze

Georgenburg

Hauptwache

Schatzhaus

Proviantmagazin

Weinkeller im Proviantmagazin

Munitionsladesystem der Batterie 9

Zünderraum

Pulvermagazin

Hohlgang im Munitionsladesystem

Letzter Stand: 04.11.2016