Gros Ouvrage Hackenberg

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Das Artilleriewerk Hackenberg befindet sich in der Nähe der Ortschaft Veckring und besteht aus zwei Eingangsbunkern und 15 Kampfblöcken. Es ist somit das größte Werk der Maginot-Linie und bildet mit seinen Nachbarn Metrich und Anzeling eine Großgruppe. Der 343 Meter hohe Hackenberg begünstigte den Bau dieses Artilleriewerkes, weil auf ihm Beobachtungsblöcke mit hervorragender Sichtmöglichkeit geschaffen werden konnten. Geologische Schwierigkeiten erforderten eine Aufteilung des Werkes in zwei Halbfestungen. Die gesamte Festung besaß neun 7,5cm Geschütze, fünf 13,5cm Haubitzen, vier 8,1cm Granatwerfer, sieben 3,7cm Pak, fünfzehn Zwillings-MG davon drei in Türmen und 59 leichte MG.

Zu schweren Kämpfen um den Hackenberg ist es nie gekommen. Die Wehrmacht setzte die Schwerpunkte ihrer Offensiven an anderer Stelle, so dass es in dieser Gegend ruhig blieb. Einzig am 6. Juni 1940 war das Werk heftigem Artilleriefeuer ausgesetzt, dass der Hackenberg erwiderte. Am 22. Juni 1940 erreichten die Kämpfe in dem Raum ihren Höhepunkt, als deutsche Truppen das Nachbarwerk Michelsberg angriffen. Die gesamte Artillerie des Hackenbergs griff in die Kämpfe ein und ließ den Angriff scheitern. Am 25. Juni 1940 trat um 0 Uhr 35 der Waffenstillstand in Kraft. Dies war auch der Beginn der Verhandlungen zur Übergabe der Maginot-Werke. Am 30. Juni 1940 erfuhren die Soldaten in den Werken, dass sie die Waffen ohne Bedingungen niederzulegen hatten und die Werke in einwandfreiem Zustand zu übergeben hatten. Die Besatzung des Werkes Hackenberg ging am 4. Juli in deutsche Gefangenschaft.

Hatte die Wehrmacht zunächst kein großes Interesse an dem Werk, so änderte sich dies mit der Zunahme der Luftangriffe der Alliierten auf die Rüstungsindustrie. Auch der Hackenberg wurde zur Rüstungsproduktion untertage ausgebaut und hergerichtet. Zahlreiche bauliche Veränderungen können heute noch besichtigt werden.

1944 während des Vormarsches der US-Truppen kam der Block 8 zum Einsatz. Aus ihm versuchten die Deutschen die Amerikaner zunächst erfolgreich aufzuhalten. Erst als die Amerikaner eine M12 Selbstfahrlafette mit einer 15,5cm Kanone vorzogen und den Block in direktes Punktfeuer nahmen, konnte der Block zerstört und das Werk eingenommen werden. Die Beschädigungen sind heute noch sichtbar, da der Block später nie mehr instandgesetzt wurde.

Ouvrage Hackenberg ist heute touristisch erschlossen und kann besichtigt werden.

Der Munitionseingang 1996

Der Munitionsseingang 2011

Der Mannschaftseingang 1996

Der Mannschaftseingang 2002

Der Mannschaftseingang 2011

Der Mannschaftseingang 2011

Die rechte GFM-Glocke auf dem Mannschaftseingang

Die linke GFM-Glocke auf dem Mannschaftseingang

Block 11: Periskopkuppel im Jahre 1996

Block 11: Periskopkuppel im Jahre 2011

Block 11: GFM-Kuppel und Entlüftungshutzen

Block 11: GFM-Kuppel

Block 12: GFM-Glocke mit tiefer gelegter Scharte 1996

Block 12: GFM-Glocke mit tiefer gelegter Scharte 2011

Block 12: Periskop- und zwei GFM-Kuppeln

Block 12: links die Periskopkuppel

Block 12: Periskopkuppel 1996

Block 12: Periskopkuppel 2011

Ostwerk Block 5: Artilleriekasematte für drei 7,5cm Kanonen im Jahr 1996

Ostwerk Block 5 im Jahr 2011

Ostwerk Block 5: Tarnung auf einer GFM-Kuppel

Ostwerk Block 5: Geschützscharte

Ostwerk Block 6: Panzerturm für zwei 13,5cm Haubitze

Ostwerk Block 6: GFM-Kuppel

Ostwerk Block 4: Scharte für sMG MAC 31 F und 3,7cm Pak 34

Ostwerk Block 4: Panzerturm für MG

Ostwerk Block 4: Der gepanzerte Scheinwerfer

Ostwerk Block 4: Diamantgraben

Ostwerk Block 3: GFM-Kuppel

Ostwerk Block 3: Panzerturm für zwei 81 Granatwerfer

Ostwerk Block 3: Panzerturm für zwei 81 Granatwerfer

Ostwerk Block 3: Beschriftung am Panzerturm

Ostwerk Block 2: Getarnte GFM-Kuppel 1996

Ostwerk Block 2: Getarnte GFM-Kuppel 2011

Ostwerk Block 2: Panzerturm für zwei 7,5cm Kanonen 33

Ostwerk Block 2: Panzerturm für zwei 7,5cm Kanonen 33

Ostwerk Block 21: Grabenstreiche zur Deckung des Panzergrabens

Ostwerk Block 21: Scharten des Blocks

Block 22

Block 22

Block 22: GFM-Kuppel mit Steintarnung und Scheinscharte

Block 22: Blick auf den Panzergraben

Block 23

Westwerk Block 24

Westwerk Block 24

Block 25: Von Block 24 über den Panzergraben gesehen

Westwerk Block 25: Schartenfront

Westwerk Block 8:Zerstörter Kampfblock

Westwerk Block 8: Zerstörungen durch Beschuß

Westwerk Block 9: GFM-Kuppel mit 135mm Panzerturm

Westwerk Block 9: Panzerturm mit mit zwei 135mm Haubitzen

Westwerk Block 9: geschlossene Scharte der 135mm Haubitze

Westwerk Block 9: geöffnete Scharte der 135mm Haubitze

Westwerk Block 10: Panzerturm für zwei 81mm Granatwerfer

Westwerk Block 7: Kasematte für MG-Panzerturm

Quelle: Denkschrift über die französische Landesbefestigung Oberkommando des Heeres 1941

Hauptstollen im Munitionsmagazin

Munitionskammer im Munitionsmagazin

Bahnhof

Lokomotive der Werksbahn

Transformatoren

Dieselmotor mit Generator

135mm Haubitze im Block 9

135mm Haubitze im Block 9

Letzter Stand: 16.08.2011